Der Versand von gefährlichen oder Gefahrgütern ist keineswegs unmöglich – er braucht nur etwas mehr Vorbereitung und die Einhaltung spezieller Vorschriften.
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Was müssen Sie beachten, damit Ihr Gefahrguttransport reibungslos abläuft und unnötige Risiken vermieden werden?
Als gefährliche Güter gelten Stoffe, die beim Transport ein Risiko für Gesundheit, Sicherheit, Eigentum oder Umwelt darstellen.
Der erste Schritt, um Risiken zu minimieren, ist, solche Güter korrekt zu identifizieren. Danach folgen sachgerechtes Verpacken, Kennzeichnen und Transportieren.
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Ein guter Ausgangspunkt, um festzustellen, ob Ihre Produkte gefährlich sein könnten, ist das Sicherheitsdatenblatt (MSDS) des Herstellers.
Darin finden Sie unter „Transportinformationen“ genaue Angaben zu möglichen Risiken beim Versand.
Gefährliche Güter werden in neun Klassen eingeteilt, je nach Art der Gefahr:
Diese Klasse umfasst Materialien, die explosionsfähig sind oder Explosionen mit Splitter- und Brandgefahr verursachen können.
Der Transport solcher Stoffe ist streng geregelt und erfordert spezielle Verpackungen und Genehmigungen.
Hierzu gehören alle komprimierten Gase, die in drei Kategorien aufgeteilt werden:
Diese Einteilung basiert auf den Empfehlungen der Vereinten Nationen (UN Model Regulations) für den Gefahrguttransport.
Diese Klasse umfasst Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von höchstens 60 °C oder solche, die bei Transporttemperaturen über 37,8 °C erhitzt werden.
Der Flammpunkt beschreibt die niedrigste Temperatur, bei der eine Flüssigkeit Dämpfe freisetzt, die mit Luft ein zündfähiges Gemisch bilden.
Hierunter fallen Stoffe in fester Form, die sich leicht entzünden oder selbstentzündlich sind.
Dazu zählen auch Materialien, die bei Kontakt mit Wasser entzündliche Gase freisetzen.
Ein Oxidationsmittel ist eine Chemikalie, die in Reaktionen leicht Sauerstoff abgibt und dadurch Verbrennungen verursacht oder verstärkt.
Diese Klasse ist in zwei Untergruppen unterteilt und umfasst sowohl oxidierende Stoffe als auch organische Peroxide, die bei falscher Lagerung explosionsgefährlich sein können.
Hierzu zählen alle giftigen Substanzen, die beim Menschen Gesundheitsgefahren verursachen können – z. B. Cyanide, Arsen, Impfstoffe oder Laborproben.
Die Klasse ist in zwei Untergruppen gegliedert: giftige und infektiöse Stoffe.
Diese Stoffe geben ionisierende Strahlung ab und haben eine spezifische Aktivität über 70 kBq/kg.
Ihr Transport unterliegt strengen internationalen Vorschriften und erfordert zertifizierte Verpackungen.
Korrosive Materialien zerstören Gewebe oder Materialien bei Kontakt vollständig; ; typische Beispiele sind Batteriesäure, Schwefelsäure oder Quecksilber.
Beim Versand müssen unverträgliche Stoffe strikt getrennt werden, da sie heftig reagieren können, wenn sie sich vermischen.
Hierunter fallen alle gefährlichen Materialien, die keiner anderen Klasse eindeutig zugeordnet werden können – etwa Batterien, umweltgefährdende Stoffe oder heiße Materialien.
Auch Stoffe, die bei Besatzungsmitgliedern Übelkeit oder Reizungen hervorrufen könnten, gehören in diese Kategorie.

Gefährliche Güter unterliegen je nach Risiko unterschiedlichen Mengenregelungen:
Mengen, die keine speziellen Dokumente oder Kennzeichnungen erfordern.
Kennzeichnung erforderlich, aber keine zertifizierte Verpackung nötig.
Volle Dokumentations- und Kennzeichnungspflicht.
Das Versenden kleiner Muster kann Kosten sparen und den Versand erleichtern – je nach Einstufung der Ware.
Beim Gefahrgutversand ist die richtige Verpackung entscheidend.
Viele Stoffe benötigen zertifizierte Kartons und Klebebänder mit speziellen Prüfzeichen.
Normales Klebeband reicht oft nicht – verstärktes Gefahrgutband ist Pflicht.
Auch die Kennzeichnung ist vorgeschrieben:
Jede Verpackung muss Gefahrgutetiketten tragen, und bei Paletten oder Folienverpackungen müssen diese außen erneut angebracht werden.

Der Transport gefährlicher Güter wird weltweit durch verschiedene Regelwerke und Behörden kontrolliert, darunter:
Diese Vorschriften sorgen dafür, dass gefährliche Güter sicher und einheitlich transportiert werden können.
Für den Versand gefährlicher Güter ist meist eine Gefahrgutdeklaration erforderlich, die das Gefahrgut detailliert beschreibt.
Der Versender ist für korrekte Verpackung und Deklaration verantwortlich – allerdings helfen erfahrene Spediteure wie MyDello gerne bei der Abwicklung.
Vor dem Versand verlangen Frachtführer ein Material Safety Data Sheet (MSDS). Es enthält alle relevanten Informationen über das Produkt – z. B. physikalische Eigenschaften, Gesundheitsrisiken, Entsorgungs- und Notfallmaßnahmen.
Das MSDS muss vom Hersteller erstellt werden, da er die vollständigen Produktdaten kennt. Es ist ein zentraler Bestandteil für die Genehmigung, Lagerung und den sicheren Transport gefährlicher Güter.
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Die ICAO entwickelt internationale Regelwerke für den Lufttransport, die in die IATA Dangerous Goods Regulations (DGR) einfließen.
Die IMO regelt den Seetransport über den International Maritime Dangerous Goods Code (IMDG).
Für den Schienenverkehr gelten die RID-Vorschriften der Organisation für die internationale Eisenbahnbeförderung (OTIF).
Zusätzlich gilt weltweit das GHS-System (Global Harmonized System) zur einheitlichen Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien.
Der Versand gefährlicher Güter ist aufwendiger und meist teurer als der Versand normaler Waren.
Mit guter Planung, korrekter Verpackung und der Unterstützung durch erfahrene Spediteure wie MyDello gelingt er aber sicher, regelkonform und effizient.
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